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Regie
Oreste

Heimatlos, von Wahnbildern und Schuldgefühlen verfolgt, flieht ein junger Mann übers Meer. „Ich habe meine Mutter umgebracht“ – dieser Satz geht ihm nicht mehr aus dem Kopf. Hinter ihm die Erinnyen, die ihn nicht ruhen lassen. Er, der sich erschöpft und am Ende seiner Kräfte nach Frieden und Heilung sehnt, landet ausgerechnet wieder an einem Ort der Gewalt – und sitzt in der Falle. 

Le Nozze di Figaro

Bei uns ist Almaviva Chef eines spanischen Edel-Hotels, Figaro sein Referent, Susanna Assistentin der Chefin. Auch alle anderen Figuren fügen sich wie selbstverständlich in das hierarchische Gebilde, bis hin zum Musiklehrer Basilio, der sich hier als Barpianist verdingt – Biografien, wie sie heute nicht nur in Spanien zu finden sind. Selbst Cherubino bleibt in der Hotel-Hackordnung was er war: Page.

Into the little Hill

Die jahrhundertealte Sage des Rattenfängers von Hameln versetzt der Librettist Martin Crimp in ein modernes Zeitalter und legt damit politische, soziale, aber auch surreale Ebenen frei. Zwei Erzählerinnen übernehmen alle Partien des Werkes. Bei uns verschmelzen sie mit den Figuren, so dass aus der »lyrischen Erzählung« kraftvolles Musiktheater wird.

Giove in Argo

Ein transitorischer Ort, an dem all die Begegnungen der komplexen Handlung stattfinden. Keiner der Protagonisten kann ihn wieder verlassen. Unter Verwendung der historischen barocken Bühnentechnik des Bad Lauchstädter Goethe-Theaters und klassischer Theatermalerei wird Dianas Reich zu einem verlassenen Flughafen. Der letzte Flieger ist weg. Alle sitzen im Terminal fest.

Der Freischütz

Statt die Samiel-Figur mit Zusatztexten aufzuwerten, haben wir sie abgeschafft. „Das Böse“ hinkt nicht durchs Bild, sondern ist allgegenwärtig. Das Böse ist die Gewalt, die alle Protagonisten geschädigt hat. Zentrum: Die Dreiecks-Konstellation Max-Kaspar-Agathe. Musiktheater jenseits der Folklore-Falle.

Adelina

Eine starke Frauenfigur im Zentrum, alleinerziehend, vom reaktionären Vater verstoßen, vom Erzeuger des Kindes sitzen gelassen, auf der Suche nach ihrem eigenen Weg. Diese semi-seria war der Renner am Teatro St. Moisè und Pietro Generali ein kleiner Star – bis zu Rossinis kometenhaftem Aufstieg.

La Dirindina / La Serva Padrona

Zwei Opern-Intermezzi an einem Abend verbunden durch ein weiteres Intermezzo mit dem Pantomimen Milan Sladek.

Es geht um Ehre und Ehe, um Eifersucht und Eitelkeit, Konvention und Rebellion, Barock und Gegenwart. Frech und witzig erzählt.

 

Boabdil – Re di Granata

Wiederentdeckung und öffentliche Erstaufführung einer Oper für vier Frauen und zwei Klaviere.
Zerrissen zwischen seinem obersten Militär-Führer und dessen Braut, zwischen den Geschlechtern, zwischen allen Stühlen: Boabdil, der letzte maurische König auf spanischem Boden. Zur lachenden Vierten wird in dieser Inszenierung die ansonsten so treue Zofe Inés...

Das tapfere Schneiderlein

Kleiner Mann ganz groß: Wer sieben Fliegen auf einen Streich erledigt, wird auch mit allem anderen fertig. Wolfgang Mitterer spielt in dieser Oper wieder mit Geräuschen, Soundkollagen, assoziativen Sounds – witzig, schräg, für jung und alt.

Pimpinone / Die Magd als Herrin

Zwei moderne Varianten der alten Geschichte vom angegrauten Hagestolz, der sich eine deutlich jüngere Frau sucht, aus dem Barock in die Gegenwart und die heutige Arbeitswelt überführt.

 

»Was der junge Regisseur diesem alten Opernschinken abgewinnt, ist schlichtweg ein hinreißendes Theaterspektakel« Freie Presse

Das Tagebuch der Anne Frank

 

 

»... weil ich immer noch an das innere Gute im Menschen glaube.«

Die menschliche Stimme

Telefonoper ohne Telefon? Die verzweifelten Versuche der Protagonistin, ihren Geliebten zurückzugewinnen, sind eher Vorübungen auf ein noch zu führendes Gespräch oder das Echo einer längst vollzogenen Trennung.

Erste Zusammenarbeit mit dem New Yorker Künstler Christian Marclay.

Papageno spielt auf der Zauberflöte

Um die Miete bezahlen zu können, macht Papageno aus der kleinen Familien-Wohnung ein Theater, um sein berühmtes Abenteuer mit der Zauber-flöte einem zahlendem Publikum vorzuspielen. Doch er hat das Datum verwechselt, und plötzlich muß er mit Papagena und den Kindern in sämtliche Rollen springen – auch der strenge Vermieter...

Hexe Hillary geht in die Oper

In dieser Inszenierung des Klassikers ist Hillary keine naive kleine Hexe. Schlagfertig pariert sie die allwissenden Antworten der erwachsenen Hexe Bellacanta mit intelligentem Witz. Außerdem tauchen weit mehr Lieder als die vorgesehenen Mozart-Arien auf. Und das Thema Hosenrolle/ Geschlechtertausch interessiert Hillary brennend – und verwirrt sie auch etwas...

Le Nozze di Figaro (Gastspiel Theater Rudolstadt)

»Ein ungeheuer guter, überzeugender Abend« Deutschlandradio Kultur

»Phantasievolle und dabei bis in den kleinsten Augenaufschlag genau erfühlte und handwerklich blitzsauber umgesetzte Personenführung« Deutschlandfunk

»Ein Knaller« Thüringer Allgemeine

Giove in Argo (Wiederaufnahme)

Nach ausverkauften Vorstellungen bei den Händel-Festspielen Halle ist diese viel gelobte Inszenierung noch einmal zu sehen – bei Bayer Kultur in Leverkusen.

 

»Ein Muss!« Die Welt

Oreste (Händelfestspiele Halle)

Nach der Wiener Premiere ist diese Produktion nun auch in Deutschland zu sehen.

 

»Brennende Aktualität in selbstbewußter Regietheater-Tradition.« Wiener Zeitung

»Stimmig und gut gemacht [...] Empfehlenswert.« Kurier

Gold!

 

 

IN VORBEREITUNG

Medea

 

am Aalto Musiktheater Essen

 

 

IN VORBEREITUNG

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